Nächste Veranstaltung

Aktualisiert: Juni 2022
Wegen Covid-Infektion des Referenten verschoben / Neuer Termin wird gesucht
Prof. Dr. Max Welch Guerra
Prof. Dr. Max
Welch Guerra
Das Bauhaus
Eine widersprüchliche Geschichte des Fortschritts
Für einige ist das 1919 gegründete Bauhaus die Geburtsstätte einer heute noch attraktiven Ästhetik, die als Bauhausstil bezeichnet wird und heute sogar unsere iPhones prügt. Für andere eine weltweit berühmte Architekturschule, die sich vor allem darum Gedanken gemacht hat, wie auch die ärmeren Schichten der Bevölkerung eine menschenwürdige, zeitgemäße Wohnung erhalten können. Für andere wiederum steht das Bauhaus für die furchtbare Zerstörung von Natur und Kultur, die der moderne Städtebau seit über hundert Jahren verrichtet und die geradewegs zur heute eintretenden Klimakatastrophe führt.
Der Vortrag stellt zunächst die Rahmenbedingungen vor, aus denen heraus diese schillernde Institution gegründet wurde. Nach diesem - ernüchternden - Rückblick gilt die Aufmerksamkeit verschiedenen Phasen der Arbeit des Bauhaus bis zur Auflösung 1933, sowie den Aufgaben, die jeweils im Zentrum standen. Damit gewinnen wir Anhaltspunkte, um das Werk jener bunten Mischung aus vielen Männern und wenigen Frauen genauer zu erfassen. Im dritten Teil wird die bis heute andauernde Vorbildfunktion des Bauhaus erörtert, um mit der Frage zu schließen, welche Anregungen wir aus diesen Erfahrungen ziehen können, um der heutigen sozialen Ungleichheit sowie der drohenden Klimakatastrophe zu begegnen. Um diese Frage zu beantworten leistet der Referent nur einen Impuls, weiter gehende Schlussfolgerungen soll die gemeinsame Diskussion mit dem Publikum ergeben

Zur Person:
Prof. Dr. Max Welch Guerra (1956), aufgewachsen in Valparaiso, Chile, kam 1974 als unbegleiteter minderjähriger politischer Flüchtling über Italien in die Bundesrepublik. Bis zum Abitur 1976 wurde er von der Evangelischen Gemeinde der Friedenskirche in Hilden/Rheinland unterstützt. Er schloss 1981 das Studium der Politikwissenschaft an der FU Berlin ab, wurde 1991 am Fachbereich Gesellschafts- und Planungswissenschaften der TU Berlin promoviert und habilitierte sich dort 1999. Seit 2003 lehrt und forscht er als Professor für Raumplanung und Raumforschung an der Bauhaus-Universität Weimar.
Er leitet dort die Studiengänge B.Sc. und M.Sc. Urbanistik und ist u.a. Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände / Zeppelintribüne und Zeppelinfeld, Nürnberg.
Die Beschäftigung mit dem Bauhaus ist Teil seiner langjährigen Forschung zum Zusammenhang Stüdtebau und Gesellschaft Europas im 20. Jahrhundert. Unter seinen neueren Publikationen befinden sich:
"European Planning History in the 20th Century. A Continent of Urban Planning." Max Welch Guerra et.al. (ed.) Routledge, New York/London (erscheint Sommer 2022)
"100+ Neue Perspektiven in der Bauhaus-Rezeption" (Mithrsg.), Berlin 2021
"Städtebau als Kreuzzug Francos. Wiederaufbau und Erneuerung unter der Diktatur in Spanien 1938-1959" (Hrsg. mit Harald Bodenschatz), Berlin 2021.

Wir freuen uns auf Sie!

Eli und Gerd F. Thomae, Marlene und Rudolf Busch, Pfr. Alexander Röhm

Für Nachfragen: Kontakt direkt über Mail

Diese Seite wurde in 45.008ms erzeugt

Impressum / Anfahrt